... und, so wurde ich, die Bergkapelle zu dem,
was ich heute sein darf:
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1670

Rolle

Das war das Bauanliegen des freiherrlich-bemmelbergischen Sekr. L. Wehinger. Klein, versteckt auf der bewaldeten Anhöhe nannte man mich „Maria im Busch“. 

Herzstück war und ist das Gnadenbild der „Schmerzhaften Muttergottes“ auf dem Rokokoaltar. Letzterer dürfte etwas später errichtet worden sein (um 1720).
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1795

 

 

 

 

Der Zustrom der vielen Menschen von hier und den umliegenden Gemeinden mit ihren Sorgen und Anliegen machte es nötig, Gnadenbild-swdass ich in ost-westl. Richtung um das Doppelte erweitert wurde
„Ich gehe wenn ich traurig bin…“,
so beginnt ja ein bekanntes Wallfahrtslied.
„Die alte Kapelle ist Gegenstand großer Verehrung“,
so Ortschronist Bär, und diese Verehrung belebt sich heute aufs Neue in vielerlei Andachtsformen.
Zuvor schon wurde mir eine kleine Eremitage
angegliedert, deren Bewohner – Einsiedler, Kapellbrüder - sicherlich zu der wachsenden Verehrung beitrugen.
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1847
 

 





1842

 

 

Jakob Speth, Maler aus Dietenheim, schmückte mich mit zwei wunderschönen Deckenfresken: „Verkündigung des Herrn u. Krönung Mariens“. Darüber hinaus zieren mich spätgotische Reliefs, Meisterwerke oberschw. Bildhauerkunst: Engel„Mariens Tod, Hl. Sebastian und nun an meiner Westseite die „Vermählung Mariens m. Josef“. Letzteres wird flankiert von je zwei Büstenschreinen: „Vertreter der kirchlichen Kunst und der bedeutenden Kirchenväter“.


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Es beginnt für mich eine neue Epoche: Über dem Grabmahl der 1838 verst. Freifrau v. Bernhard / Montjoy wird im Winkel an mich angrenzend eine Grabkapelle errichtet, in der später noch weitere Familienmitglieder der Herrschaft beerdigt wurden.
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1843
 

 

erhält der „Kapellenberg“ katasteramtlich den Namen „Frohberg“, bezugnehmend auf den Geburtsnamen der verst. Freifrau. Und so wurde aus mir, der Bergkapelle, die „Frohbergkapelle“. Der Name gefällt mir recht gut. Er ist mir Auftrag und Identität.
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1960

 

 

 

 

 

 

Dank der Initiative eines großen Förderers, A.Moll, Düsseldorf, ein Erolzheimer, wurde ich aufpoliert und teilweise saniert. Auch die baufällige Eremitage wurde durch ein kleines Wohnappartement ersetzt.
Zwei bedeutende Merkmale aber geben dieser Renovation ein bleibendes Gepräge:

Gnadenbild21. Die Grabkapelle wurde in mich, die Wallfahrtskapelle baulich wie in ihrer inneren Umgestaltung integriert. Anstelle des Grabmals steht nun ein gotischer Flügelaltar, ausgestattet mit wertvollen Reliefs und Plastiken. Ein Meisterwerk restauratorischen Könnens. Da ist nun nicht mehr Vergangenheit und Tod, sondern Gegenwart und Leben.

2. Das ursprüngliche, 1935 mir gestohlene Gnadenbild wurde durch ein neues ersetzt. Es ist eine Nachbildung der überlebensgroßen Pieta im Ursulinenkloster in Erfurt.

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